Es gibt zwar nicht besonders viel Neues, aber das immerhin kann ich schreiben.
Bin nun so richtig im Unileben angekommen und verstehe oft nur Bahnhof. Liegt oft auch einfach nur an den Themen. Aber ich werde mich schon durchbeißen. Diese Woche haben auch die Sprachkurse angefangen, die mal eine schöne Abwechslung von den schnöden Vorlesungen sind. Immerhin kommt man dann dort dazu mal zu sprechen. Donnerstags ist mein Zeitplan ziemlich eng geschnallt, was dazu geführt hat, dass ich mir gestern endlich mal ein Fahrrad ausleihen wollte. Meine Mitbewohnerin sagte mir, dass eine Bankidentität, ein Wohnungsnachweis, Studentenausweis und Ausweis schon genug wären, um sich ein Fahrrad auszuleihen, die hier übrigens das einzig wirklich günstige sind. Kosten nur 2 Euro pro Monat. Das ist wirklich wirklich mal billig. Es gibt eben nur zwei Probleme. Nummer eins: ich wohne wirklich auf einem Berg, der eine Gangschaltung voraussetzt, das Rad zum ausleihen hat nur 3 Gänge, die mich jeden Tag sterben lassen würden. Das zweite Problem ist: ich brauche nicht nur eine Bankidentität, sondern muss einen Scheck über 300 Euro als Kaution hinterlegen. Ist normal nicht so schlimm, aber: ich hab ja erst mein Konto eröffnet, mir wurde bei der Eröffnung gesagt, dass ich wohl kein Scheckheft brauch. Franzosen sind nämlich noch ganz groß im Scheckheft benutzen. Aber wie gesagt, ich fragte nach und mir wurde gesagt, dass mir die Bank auch einfach so einen einzelnen Scheck ausstellen würde. Das stimmt auch, wie sich rausgestellt hat, aber: wenn mir so ein Scheck ausgestellt wird, dann wird das auch von meinem Konto abgezogen. Ein anderer normaler Scheck aus dem Scheckheft wird nicht eingelöst, oder wenn dann nur, wenn mir der alte Drahtesel geklaut wird. Das bedeutet, dass ich mir jetzt ein Scheckheft bestellt habe, darauf aber so ca. 10 Tage warten muss. Dann kann ich mir ein Fahrrad holen. So ein Spass. Eine andere Möglichkeit an ein Fahrrad zu kommen sind Geschäfte, die gebrauchte Räder führen. Diese haben aber leider die Marktlücke entdeckt und verlangen dementsprechend viel Geld für extrem verrottete Buden.
Gestern also: mein Mitbewohner hat mir sein Fahrrad geliehen. Oder so was ähnliches. So richtig will ich nicht von Fahrrad sprechen, weil es eher einer Katastrophe glich. Das Hinterrad war wohl nicht ganz für den Rahmen gemacht und hatte in alle Richtungen ordentlich Spiel, was dazu führte, dass ich immer das Gefühl hatte einen Platten zu haben. Aber das sollte wohl so sein. Auf dem Heimweg hatte ich es dann ziemlich eilig, weil meine Einheit bis 19H00 ging und ich 19H15 Basketballtraining hatte. Hab mich nämlich für Basketball eingetragen, um noch mehr Leute kennen zu lernen und so auch ein bisschen rumspringen zu können. Glücklicherweise haben wir eine viertel Stunde eher aufgehört, so dass ich genügend Zeit hatte. So dachte ich zumindest. Sie Kette vom Fahrrad entschied sich das Ritzel zu verlassen. Leider nicht ganz normal, sondern sie wollte unbedingt sich im Kettenschutz verfangen. Na dann, sollte sie mal machen. Der Kettenschutz hatte sich auch überlegt, dass er seinen Geist aufgeben wollte. Bis auf eine Schraube, die hielt die Ehre hoch. Also ging gar nichts mehr, weil die Kette unweigerlich im Schutz gefangen war. Da half nur noch Gewalt. Aber ich habe den Kampf gewonnen. Meine Hände so ein bisschen verloren, weil sie sich nämlich völlig schwarz wieder fanden. Aber um darauf noch Rücksicht zu nehmen hatte ich beim besten Willen keine Zeit. Als ich nach dem Training (was übrigens ziemlich viel Spass gemacht hat) wieder nach Hause kam, gab ich meinem Mitbewohner seinen Schlossschlüssel und den Kettenschutz, den ich natürlich aufhob und erklärte ihm, dass dies alles sei, was von seinem Fahrrad übrig war. Gemein ich weiß, aber auch zu lustig.
Ansonsten ist es in letzter Zeit ziemlich kalt hier geworden. Die Wohnheimverwaltung hat sich aber noch nicht dazu durchringen können die Heizungen aufzudrehen. Deshalb bin ich gerade dabei meinen Mitbewohnern beizubringen, dass sich Wärme in Räumen mit geschlossenen Türen besser hält. Aber so ganz wollen sie wohl noch nichts davon wissen. Ich hab sogar schon die Frage, ob man zuhause Säcke als Türen hatte übersetzt und erziehe so. Um mich warm zu halten, wenn es ganz schlimm wird, muss ich dann eben stundenlang duschen. Nicht ganz ökologisch, aber anscheinend will die Verwaltung das hier so. Na wenn es denn so sein soll. Kein Problem, Ich spiel mit.
So, das ist, was neu ist.
Ich hoffe es geht euch allen gut.











3 Kommentare:
Diese Einträge versüßen mir immer den Abend!schön weiter schreiben und nicht aufhören!!!!!
Knutsch Anke
Ist ja wirklich richtig was los bei Dir. Freue mich sehr über Deine Berichte. Übrigens hat es Opa auch geschafft,Deine Seite zu öffnen und hat auch viel Spaß. Mam
danke für deine schönen seiten,
hatte mich so ans web-gucken im letzten jahr gewöhnt um muß dank dir nicht damit aufhören,-sehr spannend-
danke auch für deine karte.
baisers
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