Dienstag, 18. September 2007

Museen

Man man man, wie schnell Wochenenden doch vorbei gehen.
Wie angekündigt, haben wie unseren Samstag damit verbracht von Museum zu Museum und von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu gehen, um von den extra geöffneten Lokalitäten und reduzierten Preisen zu profitieren. Sparfüchse wie wir eben sind und auch sein müssen.
Samstag war also Lauf-, Schau-, Lauf- und Schautag. Begonnen hat unsere Tour im Rathaus.

Sehr schön. Wer hätte gedacht, dass es Menschen gibt, die einen alten, Wändebemalten Raum einfach mit einem großen weißen Tisch und roten Plastikstühlen bestücken können. Aber da wird einem wieder klar: in Frankreich geht so ziemlich alles!!!

Dann war es erst einmal Zeit sich einen Plan zu besorgen, auf dem die ganzen Museen und Stätten, die ihre Pforten für uns öffneten, fein säuberlich aufgelistet waren. Somit hatten wir zumindest alle schon mal einen Plan. Das ist ja nie ganz schlecht.
Unser nächstes Ziel nannte sich Musée de Hôtel du Goïn und war ein Gebäude aus der Renaissance, das ein Museum beinhaltete, dass uns die ganze Welt in drei Etagen erklärt hat. Oder zumindest versuchte.

Viel interessanter war unsere nächste Haltestelle sozusagen. Obwohl, nein, zunächst mussten wir erst mal was essen. Die meisten entschieden sich für Kebab (wie das hier auch heißt und freundlicherweise, als wäre so schon nicht genug Fett drin, auch noch mit Pommes gefüllt wird). Ich liess mich nicht auf die Verfettung der Gesellschaft ein, weil im Prinzip hier als Soße auch noch obendrein Majo gereicht wird. Majo, unglaublich, wie viel Majo ich hier schon gesehen habe. Und da sage noch mal einer nur wir würden uns fettig ernähren. Aber egal, naja eigentlich auch nicht, weil gleich geht es wieder ums essen.
Denn: An alle die, die am 10. und 11. November Martinsgans essen: ich hab das Grab des Heiligen Martin besucht. Dieser war nämlich Bischof von Tours. Nicht ganz freiwillig, aber immerhin. Er jetzt, nicht ich. Ich hab mir sogar noch sein Museum zu seinem Grabmahl angeschaut.

Danach noch zwei weitere Museen, dann reichte es aber. Wir entschieden uns dann doch lieber dafür uns dekadent viel Essen zu kaufen und mal so richtig schön zu kochen. Das haben wir auch ganz gut geschafft. Bin dann eher heim, weil ich meinem Mitbewohner versprochen hatte, dass ich mit ihm und seinen Freunden in die Disko gehe. Das wollten meine Füße und auch ich dann wirklich nicht mehr. Die und ich haben uns mit einem gemütlichen Abend mit meinen Mitbewohnern die Zeit vertrieben.
Sonntag habe ich dann auch ruhiger angehen lassen und bin nicht mit auf eine Fahrradtour gefahren, sondern habe mit einem Mitbewohner einen anderen beim Fußball angefeuert. Das hab ich ganz gut gemacht, weil ich nämlich in einem Eichelwald wohne, was bedeutet, dass ich ganz viele kleine Eichelkappen mithatte, um ganz viel Spuk zu machen. Also habe ich mein erstes Spiel mitgenommen, plus ich habe anderen beigebracht, was man mit Eichelkäppcn machen kann. Ganz groß. So ungefähr sah mein Wochenende aus. Jetzt ist endlich wieder Woche und wir können wieder entspannen. Ich werde euch dann berichten, wie die Entspannung läuft.
Bis dahin ... Küsschen, Küsschen, wie wir Franzosen das so machen ;o)

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