Sonntag, 23. September 2007

Nantes


Da bin ich wieder.
Es gibt Neuigkeiten. Die Uni hat angefangen. Wie erwartet versteh ich Bahnhof. Ist aber nur halb so schlimm. Ich kann ja immer noch dazu lernen. Daher bin ich auch der festen Überzeugung, dass das alles noch gut wird.
Da es aber interessantere Dinge gibt, als Vorlesungen berichte ich euch lieber über unseren Ausflug nach Nantes. Den haben wir am Samstag, den 22. September um 08:10 angefangen. Als ich gegen 7 aufstand kam die erste Überraschung: es regnete, blitzte und donnerte. Ich fragte mich kurz, ob diejenigen, die den Ausflug planten im Voraus sich mit einer Wetterkarte auseinandersetzten, war aber voller Hoffnungen, dass das auf jeden Fall geschehen war. Haben uns am Bahnhof getroffen, sind los. Selbstredend ging das auch nicht ohne Ticket, darum und auch um eine Bahncard habe ich mich aber schon gestern gekümmert. Meine Bahncard heisst hier Card 12-25 und man bekommt je nach Tageszeit, an der der Zug fährt 25 oder 50 Prozent Rabatt. Ganz praktisch. Sind also nach Nantes. Fast Meer, aber leider nur fast. Haben es nicht bis ans Meer geschafft, aber dazu bleibt ja immer noch genug Zeit. Bei der Kontrolle vom Schaffner durften zwei von uns auch erst mal noch 10 Euro nachbezahlen, weil sie ihre Karte am Bahnhof nicht entwerteten. Da hatte der Automat nicht so funktioniert wie wir uns das vorstellten und sehr viel Zeit bis der Abfahrt des Zuges hatten wir auch nicht mehr, da man ja zu solchen Tageszeiten etwas knapper plant um jeder Minute länger schlafen zu können.

Nichts desto trotz kamen wir auch in Nantes an. Und da gab es eine feine Überraschung. Nein, nicht das Wetter. Wir als Deutsche, somit als Nicht-Teilnehmer an der Rugbyweltmeitsterschaft, haben natürlich keine Ahnung wann wo welche Spiele hier so stattfinden. Als wir ankamen, wussten wir aber schon nach Sekunden, dass an diesem Tag die englische Nationalmannschaft in Nantes spielen sollte. Dementsprechend englisch war der Flair. Brachte uns aber direkt am Bahnhof schon ganz nützliche Stadtpläne ein, die wir natürlich, obwohl weder englisch, noch dem Rugby verfallen, dankend annahmen.

Zunächst gingen wir unserer Nase nach, um uns dann doch an der Karte zu orientieren. Schließlich sind diese ja zu einem Zweck gemalt wurden, der uns auch einleuchtete. Erste Sehenswürdigkeit war die Kathedrale von Nantes. Die wurde einige Male wieder aufgebaut, was ihr ein eigenartiges Bild verleiht.
Von innen kann man das am Besten an den Fenstern ausmachen, die an jeder Seite sichtlich verschieden alt sind.
In der Kathedrale liegen die Eltern von der Anne von Bretagnen. Als nächstes begaben wir uns zum Schloss, das wir uns anschauten. Früher war das Schloss von Nebenarmen der Loire umgeben, bis man sich überlegt hat, das es doch auch gut sein könnte, wenn man die alle trocken legt und Straßen daraus baut. So geschah es dann auch.

Als nächstes sahen wir uns mal eine Creperie von Innen an (nee, wir saßen draußen, hatten ja super Sonnenschein) und genossen zu unseren Bretonischen Crepes Cidre. Was waren wir Französisch. Nach der Stärkung ging es weiter mit Häuser- und Stadtviertelbesichtigungen.
Ein heißer Tipp einer Französin leitete uns dann noch in einen japanischen Garten, der mir dann aber doch zu viel des Guten war. Soll heißen, dass Franzosen, die Nantes kennen, den Garten bestimmt toll finden, weil es mal was anderes ist. Für mich war ja sozusagen die ganze Stadt anders, was den Garten wieder zu anders machte um ihn zu mögen. Nach dem japanischen Garten ging es auch schon wieder nach Tours, weil wir ja nicht in Nantes schlafen wollen. (das wäre auf Grund der vielen Engländer in der Stadt für sechs Leute wohl auch nicht möglich gewesen)
Ach ja, die Engländer. Haben gegen Samoa gewonnen und auch recht gut benommen. Hatten ja immerhin mit sich zu tun.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey, vom Kulturbanause zum Kulturfanatiker....:-).Hoffentlich gibt das mal keinen Kulturschock!
Ganz viele liebe Grüße von Deinem Lesterschwein( PS habe mich total über die als Brief getarrnte Postkarte gefreut)Fetten Knutsch

maxi hat gesagt…

als Brief getarnte Postkarten wurden schon zu meiner Spezialität. Aber wenn die so veralbert werden wollen, dann mach ich da natürlich mit. Keine Frage.
Muss nur erst mal neue Briefmarken kaufen. Hab schon 20 verklebt.