
Ich bin es mal wieder.
Es ist ein Wunder, oder sogar mehrere passiert. Zumindest für hiesige Verhältnisse. Es gibt organisatorische Ding, die funktionierten.
Zum Beispiel habe ich INTERNET. Ja, Internet. Zwar nicht auf dem Zimmer, weil das wäre wirklich zu viel verlangt, aber immerhin hab ich W-Lan (hier heißt das witzigerweise WIFI) auf dem Campus. Das bedeutet für mich, dass ich nur 100m laufen muss, und schon kann ich in diese schöne Wunderwelt des weltweiten (ausgenommen Frankreich) Netzes eintauchen. Ich geh kaput.
Das ist aber noch nicht alles. Ich habe auch ein Bankkonto eröffnet. Und ich kann es sogar schon fast benutzen. Fast. Musste zwar schon Geld einzahlen, das ich mir eigentlich aufheben wollte, um den Rest des Monats mit dem Bargeld auszukommen, das ich noch so übrig habe, aber das war wohl auch wieder nichts. Hier verschwindet Geld wie in Deutschland Haarklammern und die zweiten Socken verschwinden.
Die Woche an sich war ganz gut. Wie sich rausstellt ist meine soziale Ader hier noch ausgeprägter als bei uns, was bedeutet, dass ich immer Leute anspreche die allein rumstehen. So habe ich unserer Gruppe, die im Moment leider noch aus vielen Deutschen besteht schon einen Dänin angelacht. So sind wir wenigstens gezwungen immer Französisch zu sprechen.
Französisch. Ja, so eine andere Sache. Glücklicherweise mach ich mir ja nix draus, wenn ich immer Fehler spreche, Hauptsache ist ja, dass ich überhaupt spreche. Denk ich zumindest.
Mit Organisatorischen Sachen, die die Uni betreffen bin ich noch nicht sonderlich weiter fortgeschritten. Ich weiß nur, dass ich mal meine Koordinateurin treffen sollte, die aber nie anzutreffen ist, beziehungsweise mir schreibt dass ich Dienstag kommen soll, wenn ich Mittwochs erst wieder Zeit habe meine Emails zu checken.
Mail. Da fällt mir doch ein, dass ich hier ja auch Post erhalten kann.
Also, wer möchte:
Maxi Schaarschmidt
Chambre E408
Résidence Universitaire de Grandmont
37200 Tours
France
Das mit der Post ist hier ganz witzig geregelt. Bei uns im Erdgeschoss ist wie ein kleines Empfangszimmer, in dem Zettel ausgehängt werden, auf denen steht, wer Post hat. Und wenn man dann Heim kommt, dann freut man sich wie ein Schneekönig und geht ins Gebäude nebenan und holt seine Post bei der Postvergabefrau ab. Die wissen hier echt noch, wie man Arbeitsstellen schafft.
Anrufen auf meinem Handy funktioniert übrigens auch. Da bezahl ich pro Gespräch 75Cent. Das wars. Ihr wahrscheinlich mehr, aber soweit habe ich mich noch nicht kundig gemacht.
Zur Zeit haben wir einen Sprachkurs, in dem wir am Dienstag einen Französisch-Placement Test geschrieben haben. Am Mittwoch haben wir so etwas wie eine Schnipseljagd durch die Stadt gehabt. Das war ziemlich lustig, obwohl sich wahrscheinlich einige ob der vielen Ausländer mit Zetteln in der Hand wunderten.
Seit Donnerstag, ist es uns nun vergönnt Vormittags Französisch zu lernen und aufzufrischen. Sehr lustig. Wir sind ein Kurs aus vielen verschiedenen Nationen zusammengemischt. Italien, Ungarn, Tschechien, Polen, Großbritannien, USA und Deutschland. Superschön.
Donnerstag Abend sind wir zu 15t oder so essen gegangen. Wollten eigentlich richtig französisch essen, hatten aber Franzosen mit, die uns leiteten, weil sie von hier sind und die haben uns dann zum Italiener geschleppt. Wie bizarr. Macht aber nichts, weil wir danach noch im Pub was tranken. Trotzdem haben wir uns auch vorgenommen irgendwann noch mal echt französisch zu dinieren. Wenn das hier nicht klappt, dann werde ich mich wohl mal an Marianne halten.
Hier auf dem Gang wollen wir auch Kochfeste veranstalten, die hoffentlich kulinarische Gaumenfreuden werden.
Swantje, die andere Deutsche, die mit mir auf dem Gang wohnt und ich wollen was deutsches kochen. Problem ist nur, dass uns nix einfällt. Und wir können ja auch nicht einfach nur Sauerkraut oder so kochen. Da würden wir ja dann echt alle Stereotypen über die Deutschen erfüllen.
Nee, nee.
Dieses Wochenende ist Patrimoine, was bedeutet, dass dieses Wochenende sämtliche Museen und alte Häuser, alte Fabriken und so geöffnet sind. Dieses Angebot nehmen wir Freitag Abend und Samstag wahr. Sonntag soll superschönes Wetter werden. Da wollen wir uns dann Fahrräder besorgen und zu einem Schloss fahren oder so hier im Park Picknick machen oder den Zug nutzen. Auf jeden Fall was ansehen und picknicken. Keine fünf Minuten Ruhe wie ihr seht.
Also, ich werde mir jetzt mal ein paar Taschentücher besorgen und vielleicht überteuerten Käse kaufen, dass ich mir mal ein Baguette kaufen kann.

2 Kommentare:
wie wäre es mit kartoffelsalat und würstchen? E
Mir ist noch was eingefallen,was ihr kochen könnt. Wie wäre es mit Kartoffelsuppe als Vorspeise und dann Schnitzel mit Kartoffeln und Mischgemüse.Und Apfelmus als Kompott? Mam
Kommentar veröffentlichen