Dienstag, 9. Oktober 2007

Wochenende

Ja, es war mal wieder so weit. Eine Woche war vergangen, das Ende der ihrigen stellte sich ein. Ich nutzte meine Zeit wie ich finde auch mehr oder weniger sinnvoll, wie man das an einem Wochenende eben so macht. Freitag Abend waren wir bei Freunden in der Stadt in einem anderen Wohnheim und haben uns dort über Gott in Frankreich unterhalten. So oder ähnlich ging glaube der Spruch. Die meisten sind danach noch in die Diskothek gegangen, ich zog es aber doch eher vor nach Hause zu fahren und mein verkrustetes Kinn nicht unter tausend Make-Up beschmierten Gesichtern auffallen zu lassen. Hab mich dann wie so oft in die Küche zu Cédric und Taleb gesetzt und mich mit ihnen bis ca. früh um vier unterhalten. Samstag stand ich trotz kurzen Schlafes schon zeitig auf, um auch mal etwas für die Uni zu tun und um meine Wäsche zu waschen. Das war sehr wichtig. Kleidung ist nämlich in einem Schrank selbst in Frankreich nicht unendlich. Schade, aber wahr. Nachmittag hatte ich dann genug von meinen neun Quadratmetern und fragte Cédric, ob er eine kleine Radtour mitmachen will. Er war auch gleich dabei und so sind wir die Chér flussabwärts gefahren. Sind da wieder an Villandry vorbeigekommen, aber diesmal nicht rein. Hatten uns überlegt, dass es wohl das Beste wäre, wenn wir einfach mal noch bis zur Loire fahren, dann auf der anderen Seite der Loire zurück. So fuhren wir bis nach Langeais und passierten dort üdie erste Brücke, die uns wieder über die Loire ließ. Leider gab es auf der Seite der Loire keinen Radweg, weswegen wir wieder umkehrten und die 25km, die wir hin sind, auch wieder zurück fuhren. Obwohl die gleiche Strecke, war es doch erstaunlich, wie anders alles von der anderen Seite aussah. Haben dann noch in einem kleinen 3-Häuser-Dorf Halt gemacht, weil eine Karte uns auswies, dass dort eine Sehenswürigkeit existieren würde. Leider fanden wir bis auf einen Ziegenkäseladen gar nichts. Also wieder weiter zurück. So schrubbten wir in vier Stunden 50km ab und waren noch kurz in der Stadt. Fand ich ganz ordentlich. Nicht Tour-de-France-esk, aber ordentlich. À propos Tour de France. Am Sonntag endet hier in der Stadt ein berühmter Radrenn-Sprint-Klassiker. Ich werde natürlich an der Strecke stehen und die ganzen Größen des Radsports begrüßen. Also wer Tours mal im Fernsehen sehen möchte, Eurosport überträgt Sonntag den 14. Oktober das Rennen ab 15.15Uhr. Vielleicht werdet ihr mich an der Strecke stehen sehen. Hihi
aber soviel dazu.

Sonntag waren wir in Amboise, was ungefähr 25km flussaufwärts gelegen ist. Sind ganz gemütlich mit dem Auto von Swantje dort hingefahren, weil wir mal nicht so viele Menschen waren und somit auch mal in ein Auto zusammen passten.


Zunächst haben wir uns das Schloss angesehen, das unter Napoleon leider zerstört wurde, aber immerhin sind noch einige Reste übrig. In einer kleinen Kapelle dort befindet sich vermutlich das Grab von Leonardo da Vinci, der seine letzten drei Jahre in Amboise verbrachte.

Stichwort Leonardo da Vinci: nachdem wir das Schloss sahen, gingen Swantje und ich noch in die Altersresidenz vom Leo und ließen seinen Geist auf uns wirken.
War wirklich ganz schön gemacht dort. Zunächst konnte man sein Haus besichtigen und im Keller waren dann einige seiner Erfindungen ausgestellt.
Armer Leo. War seiner Zeit doch viel zu weit voraus. Viele seiner genialen Einfälle konnten einfach noch nicht realisiert werden, weil die nötige Technik nicht vorhanden war. Das muss doch mal frustrierend gewesen sein. An das Haus angeschlossen befand sich noch ein großer Garten, in dem die Erfindungen dann in groß und funktionierend ausgestellt waren. Sehr interessant. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

So haben wir uns Amboise angeschaut.
Ein wirklich sehr schönes, kleines, lebenswertes Städtchen.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Danke für die Info zum Radrennen, werde es natürlich verfolgen bis bald
kurt

Anonym hat gesagt…

mal sehen ob wir dich auf der mattscheibe sehen werden mam