Mittwoch, 12. Dezember 2007

Koordination

So, nur noch 9 mal schlafen, dann geht es wieder nach Deutschland. Es wird aber auch langsam mal wieder Zeit. Ich brauch glaub ich wirklich Urlaub. Jeden Tag was anderes. Ich versuche mich so gut wie möglich bei Laune zu halten, aber besonders einfach wird es mir doch nicht immer gemacht.
Montag Abend ging ich voller Hoffnung das erste Mal seit nun doch schon 6 Wochen wieder in die Uni. Erfreulicherweise war das Zimmer zur Abwechslung auch mal geöffnet und es befanden sich auch Studenten darin. Was ein Wunder. Nachdem die Dozentin erschien verkündete sich uns die Nachricht, dass die Wahlfächer jetzt nun abgesetzt wurden und jeder seinen Schein einfach so erhält. Jeder? Nein, natürlich nicht. Ausländer dürfen einen Aufsatz schreiben. Immerhin können wir normalerweise diese Scheine bei uns benutzen. Ich aber nicht. Zum einen habe ich zur Zeit ein Urlaubssemester in Chemnitz, was bedeutet, dass ich mir nichts anrechnen kann, zum anderen würde mir auch keiner in Deutschland so einen Kinderkurs anrechnen. Also stritt ich mich kurz mit der Dozentin rum, die dann an meinen Koordinator verwies, mit welchem sie sich auseinander setzen will. Clever wie Fuchs, wie ich so bin, wollte ich dann Dienstag gleich noch mit meinem Koordinator sprechen, um die Situation so erklären zu können, dass ich alles Verständnis der Welt auf meiner Seite haben werde. Clever wie ich immer noch bin, wartete ich in der Uni auf die Sprechstunde der guten Dame von halb eins bis um drei im Internet surfend. Da fand ich so feine Sachen heraus, wie, dass es ab Morgen wieder einen Streik der Bahn geben wird.
Letztendlich kam ich an das Zimmer der guten Frau und: sie befindet sich irgendwo in der Pampa der Mongolei. Und das bis Mitte Januar. Warum sollte so einen Posten auch jemand bekommen, der seine Zeit in der Universität verbringt? Das wäre ja zu einfach.
Naja, ich hab mich jetzt erst mal mit der Sekretärin kurz geschlossen, die sich um die Situation kümmern will. Immerhin war sie auf meiner Seite.
Ansonsten kann ich auch erfreuliches berichten.
Ich wurde mit ganz vielen feinen Päckchen hier verwöhnt. Das ist doch Honig auf die geschundenen Seele.
So wurden mir feine Kekse und Weihnachtsdekoration zu teil.

Lieb, wie ich nun einmal bin, teile ich auch fein auf meinem Gang und mit den anderen Streikgequälten. So veranstalteten wir letzte Woche zum Beispiel ein kleines Kaffeekränzchen. Hab aber nicht alle meine guten Plätzchen freigegeben, sondern auch noch Lebkuchen bei Lidl dazu gekauft. Glücklicherweise hat sich diese Kette zu einer reinen Weltmarke entwickelt, was bedeutet, dass man hier zumindest Lebkuchen kaufen kann. Lecker.
A propos lecker. Ich werde heute mal wieder eine leckere heiße Schokolade mit Marshmallows drauf trinken. Yeah!!!

Keine Kommentare: