Nichts desto trotz nutzen wir unsere Zeit zusammen noch, so gut wir können.
Freitag machte ich mit Laura und Benedetta wieder eine Tour in Tours und eine Tour um Tours.
Das bedeutete auch, dass ich das erste mal die Loire in Tours zu Fuß überquerte. Gleich früh fuhren wir nämlich mit dem Bus bis zum Fluss, stiegen aus und liefen über die Pont Wilson auf nach Tours-Nord.
Da fanden wir dann auch ganz kleines gemütliches Viertel vor, in dem wir promenierten. Mittags trafen wir uns in der Stadt um in der so genannten besten Sandwicherie von Tours uns ein Mittagsbaguette zu genehmigen. Als wir deren Platz ausfindig gemacht hatten, stellte sich heraus, dass diese wohl doch nicht so unglaublich gut war, weil sie zum Verkauf stand und dementsprechend geschlossen war. Domaggio!!! Also holten wir uns einfach in einer nicht so bekannten, dafür aber geöffneten Sandwicherie unsere Baguettes. Dann noch einen kleinen Kaffee oben drauf und ab mit Benedetta nach Luynes. Das ist ein kleiner Ort nicht unweit von Tours, das auf einem Hügel ein kleines Schloss zu bieten hatt.
Was wir nicht wussten, dieses Schloss öffnet seine Pforten nur im Sommer. Schon wieder Domaggio!!! Also schauten wir uns den kleinen, doch sehr sehr niedlichen Ort an und machten uns mit dem Bus wieder auf die Heimfahrt.
Sonntag nutzten wir unsere freien Autokapazitäten. Das heißt, dass Swantje, die die einzige ist, die mit dem Auto hier ist und Sophie, eine Französin und die Freundin von Alessandro, ihre Autos startbereit machten und wir somit die Möglichkeit hatten, nach Cheverny zu fahren. Cheverny ist hier ein Schloss, das in privater Hand ist und nach dessen Vorlage ein Tim und Struppi Band gezeichnet wurde.
Leider ist dieses Schloss wirklich auch nur mit dem Auto zu erreichen. Als wir uns im Voraus um den Ausflug kümmerten wurde uns freundlich auf den Zug nach Blois und dann Taxi hingewiesen oder wir sollten uns gleich Mitwagen zulegen. Ja, die französische Freundlichkeit im Servicebereich ist doch nicht zu übertreffen.
Das Schloss an sich war ganz niedlich. Riesig breit, dafür aber unglaublich dünn. Das bedeutet, dass man in jedem Zimmer beide Seiten des Gartens sehen konnte. Hat ja auch was, wenn auch überall Außenwände. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass man sich früher nicht allzu sehr um Wärmeisolierung Sorgen machte. Da war es dann einfach kalt.
Ansonsten haben wir seitdem jede freie Minute miteinander verbracht. Gestern, Mittwoch, der 30. Januar war dann der nächste traurige Höhepunkt. Laura fuhr ab. Deswegen sind wir alle ganz zeitig mit aufgestanden, haben sie zum Bahnhof und noch im Zubringer zum Durchgangsbahnhof weggeschafft. Bin mir nicht ganz sicher, was die anderen Schaulustigen über eine Horde 20-25-jähriger dachte, die gemeinsam heulten, war uns aber auch alles ganz schön egal.
Heute fährt die nächste, dann Samstag und so weiter und so fort. Es nimmt also vorerst kein Ende mit den Abschieden.

1 Kommentar:
hey maxi, schön dass du deinen blog führst. habe gerade das gefühl, ein bisschen teilzuhaben. wäre gerne unter der gruppe der heulenden "twens". schnüff. liebe grüße an euch!
alex
Kommentar veröffentlichen