Hat wohl dann doch eher nicht geklappt mit dem Update vor Weihnachten.
Ich verschätz mich wohl manchmal leicht in meiner Planung.
Soll nicht heißen, dass ich es nicht nach Deutschland schaffte. Der Blog musste eben nur drunter leiden.
Da ich in der Zwischenzeit sehr viel machte, gibt es zunächst bis Weihnachten einen kleinen Bild-Bildunterschrift-Überblick
Dieses Bild entstand bei der Weihnachtsfeier unserer Französisch-Anstalt. Was ein schönes Wort. Die fand hier auf unserem Berg statt und jeder sollte etwas mitbringen. Da wir uns dachten, dass wohl jeder so etwas wie Kekse oder so anschleppt, bringen wir einfach einen Eimer voll Schlammbowle mit. Diese kam auch sehr gut an – war in null,nichts ratzefatze kahl geputzt.
Tags darauf in der Früh fuhren wir nach Loches. Das ist ein kleines aber dafür eines der bedeutendsten mittelalterlichen Ensembles im Loire-Tal, ja ganz Frankreichs. (Tal der Loire – Dumont Reiseführer) Die Wahl, für die Fahrt einen Bus zu nehmen stellte sich auf viele verschiedene Arten als sehr gut heraus. Zunächst bedachten wir nicht, dass Busse, die von der Bahngesellschaft betrieben werden mit Zugtickets bezahlt werden. Das bedeutete, dass wir alle bereitwillig unseren furchtbar großen von der EU geförderten Geldscheine in der Hand hatten um 3,50 Euro zu bezahlen. Der Busfahrer war aber nicht auf unser Unwissen vorbereitet und hatte kein Wechselgeld dabei. Also machte uns der Busfahrer ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk und beförderte uns kostenlos.
Haben uns auch gleich revanchiert und, obwohl wir am Ende des Busses saßen, gut benommen. So gut sind wir.
Der weiterer Vorteil des Busses ist, dass man relativ viel von der Umgebung sieht. Also nicht nur die Bahndämme, die man schon auswendig kennt. Super.
In Loches angekommen wurde unsere Reiselust mit furchtbar blauem Himmel belohnt. Das bedeutete, in Zeiten des Winters allerdings auch gleichzeitig, dass man sich ohne genügend Alkohol im Blut einfach nur die Gliedmaßen abfror.
Domenico kann seine Abneigung weißen Tannenbäumen gegenüber einfach nicht verstecken.
In Loches wurden wir von einem kleinen Weihnachtsmarkt empfangen. Der stellte sich leider auch nicht als deutscher Export heraus, aber die Erwartungen an Weihnachtsmärkte waren jetzt ja auch nicht mehr so hoch.
Loches selber ist ein wunderschönes kleines Städtchen mit vielen kleinen niedlichen Gassen.
Wir erkundeten dann die mittelalterliche Burg, die auch schon Richard Löwenherz gerhörte und die königliche Residenz.
Hier stehen wir auf dem Dachgarten des alten Donjons.
Hier eine Transportbox von Gefangenen (die Burg war früher unter anderem auch ein Gefängnis). Nachdem ich alle hinein lockte, fand ich heraus, dass man diese tatsächlich sicher verriegeln kann. Diese Chance ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Zog mir dabei allerdings auch einige unschöne Bemerkungen an Land.
Nachdem wir uns in einer kleinen Bar wieder aufwärmten, erledigten wir noch schnell ein paar Einkäufe und spendeten Geld für einen guten Zweck.
Das soll bedeuten, dass wir den Rotariern für jeweils einen Euro Glühwein und Crêpes abkauften. Ja, so äußert sich unsere soziale Ader.
Im Bus nachhause mussten wir dann vereinzelt bezahlen, was aber nicht wirklich schlimm war.
Ausnahmsweise feierten wir auch mal einen Adventsonntag. Wir trafen uns bei mir zum Plätzchen backen und Kaffe und Kakao trinken. Lecker Lecker
Die letzte Woche ließen wir dann Klausurenschreibend und Partyfeiernd ruhig ausklingen.
Weihnachten kam ja mit großen Schritten auf uns zu.
Das bedeutete auch, das sich nun jeder auf seine Abreise vorbereitete. Fein. Daheim ist eben daheim! Und das trifft ganz besonders an Weihnachten zu.
Also machte ich mich Freitag den 21.12. früh um 7.30 Uhr auf die Socken, um dann 21.00 Uhr in Chemnitz anzukommen. Bus, Bahn, RER in Paris, Flugzeug, Bahn in Deutschland haben sogar alle so funktioniert wie ich das brauchte. Natürlich ging auch hier nichts ohne Verspätungen, jedoch konnte ich immer bequem vom Einen zum Nächsten gehen.
So verbrachte ich also Weihnachten im Kreise der Familie. Davon brauch ich wohl an dieser Stelle nicht schwärmen.
Yeah! Wir hatten weiße Weihnachten!
Und Essen gab es auch ohne Ende!
Sylvester machten wir uns dann auf in die heimliche italienische Hauptstadt. Prag.
Dort verbrachten wir unsere Zeit vom 30.12 bis zum 01.01 und profitierten von den unglaublichen Bierpreisen. Obwohl nicht alles in Prag billig ist, nur weil es in der Tschechischen Republik ist, gibt es doch einen halben Liter Bier für unter einen Euro. Da lässt man sich ja nicht zu lange bitten. Außer ich jetzt. Weil eigentlich trink ich ja kein Bier. Aber ein Radler tat es ja auch, obwohl ich mich mit diesem endgültig als komischer Ausländer outete.
Ach ... wir fuhren übrigens auch am längsten Bahnsteig Deutschlands in Gößnitz vorbei. Der war wirklich länger, als deutsche Semesterferien. Impressionant!
An den Euro gewöhnt, war so eine andere Währung in einem anderen Land doch wirklich ganz schön komisch.
Clausi beim Mittag essen.
14 Leute in einer Einraumwohnung. Yeah!
Die wenigen Tage, die mir dann noch in Deutschland blieben, versuchte ich aufs Beste zu nutzen.
Musste ja schließlich wieder hier her.
Und ich muss sagen, es war wirklich sehr schwer. Im Prinzip brauch ich immer wieder eine Woche um mich wieder einzugewöhnen. Soll heißen, mir geht es wieder gut.
Jetzt hat ja auch die Zeit angefangen, in der sich alle, die nicht für das zweite Semester hier bleiben, darauf vorbereiten zu sich zurück zu kehren. Das bedeutet, dass wir viel Abschied feiern müssen. Das Problem an den Ganzen Abschieden ist, dass mit jedem der weg ist, wir auf eine neue Person trinken müssen. Anstrengend. Aber man tut was man kann.
Beim Dreikönigskuchen essen hab ich die Krone gewonnen. Im ganzen Monat Januar gibt es Kuchen in dem eine Figur versteckt ist. Wer sie findet, ist der König oder die Königin.
Gewonnen!
Wir Armen, stehen vor der Bäckerei und trauen uns nicht rein. Kuchen für 30Euro finden wir dann doch etwas übertrieben.
Mädels und Jungs bei Chiara.
Jetzt hab ich zumindest schon mal meine ganzen Klausuren hinter mir und hab auch nebenbei schon mit den neuen Kursen für das zweite Semester begonnen.
Das bringt uns auch schon zu heute.
Der Tag begann schon fein, als ich 1,5 Stunden vor meinem Wecker aufwachte und nicht wieder einschlafen konnte.
Danach machte ich mir eine feine heiße Zitrone/Orange. Da ich die Vitamine nicht zerstören wollte, indem ich das ganze in die Mikrowelle stellte, erwärmte ich Wasser in der Mikrowelle in einer anderen Tasse, um es mir dann statt in die Tasse mit Zitronen-/Orangensaft zu kippen, über die Hand schüttete. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten. Ich konnte die Tasse fallen lassen und meinen frisch gepressten Saft und meine Tasse aufs Spiel setzen oder ich konnte wie ein hartes Mädchen die Schmerzen kurzzeitig aushalten und die Tasse in aller Ruhe abstellen. Bin wirklich steinhart.
Und das war noch nicht genug.
Bei uns regnet es Hunde und Katzen. Da ich hart bin (wie schon erwähnt), fuhr ich heute trotzdem mit dem Fahrrad. Das bedeutete, dass ich mindestens 4x nass wurde. Naja ich nicht zu sehr, weil ich ja eine komplette Regenausrüstung habe, aber leider trifft das auf meinen Rucksack nicht zu und meine Blätter und so weiter bewiesen ihre Hydrophilität.

3 Kommentare:
man, man, man dieser weihnachtliche mittagstisch aus dem hause scharschmidt sieht ja echt gigantisch gut aus!! ohne ende federviehkeulen, und sind das selbstgeriebene klöse? das ist echt hart,ich glaub ich muss direkt zur mensa gehen um wieder klar zu kommen...
thomas
schön wieder was von dir zu hören. habe deine kommentare bereits vermisst. mam
übrigens thomas -klar sind die klöse selbstgerieben.maschinen machen dies ohne probleme möglich- gebe gerne darin nachhilfe.
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