Freitag, 25. Januar 2008

wenn schlösser wassern

Und schon wieder ist fast ein Monat vorbei.
Zum Glück vergeht die Zeit nicht ohne nichts gemacht zu haben.
Letzten Donnerstag haben wir auf unserem Flur den Geburtstag von Lise, Taleb und Jeff gefeiert. Zu diesem Anlass gab es so feine Sachen wie Pfeffi mit Wodka.
Freitag nutzte ich dann um mal zu schauen, was Frankreich so in seinem Winterschlussverkauf zu bieten hat. Leider nix. Ist aber auch nicht schlimm. Schlussverkäufe sind sowieso doof.
Eigentlich wollte ich mit Laura ein Schloss hier in der Nähe besuchen. Problem war nur, dass die Sonne uns seit einiger Zeit nicht mehr verwöhnt. Das bedeutet, dass wir wohl seit gut einer Woche keinen Sonnenstrahl mehr zu Gesicht bekamen. Somit drohte der Himmel uns permanent mit Wolkenbruch. Diesen fürchtend, nahmen wir den Bus hier und schauten uns einen kleinen Vorort von Tours, der sich « Ville aux Dames » nennt. Dort fanden wir ein ganz kleines Rathaus, eine kleine Kirche, kleine niedliche Häuser und ein riesiges Einkaufszentrum vor.

Und: wir sind nicht einkaufen gegangen. Nahmen eher den Bus zurück. Da wir einmal am Busfahren waren, dachten wir, dass wir das noch weiter ausweiten können. Deswegen sind wir ans ganz andere Ende von Tours gefahren. Zum ersten Mal in unserem Leben dort seiend, stolperten wir gleich mal über Domenico, der sich dort ein Paar Schuhe gekauft hat. Die Fahrt zurück, die vom einen Ende von Tours zum Anderen führte, dauerte knapp eine Stunde. Das ist ungefähr die Zeit, die man von Tours nach Paris mit dem TGV benötigt.
Und das Beste daran: Ich habe die Loire in Tours überquert!!!!
Das Jahr ist vorbei. Hab schon Mitte Januar erfüllt, was ich mir zu Silvester vornahm. Ja, die Loire überqueren gehörte dazu. Jetzt werde ich noch versuchen einen Level drauf zu setzen und wenn die Sonne sich mal wieder die Ehre gibt, werde ich die Loire zu Fuß bewältigen. Jap!
Freitag Abend aßen wir zusammen fein Spaghetti und danach machten wir uns zu einer kleinen Fete auf. Immerhin ist gerade die Zeit, in der viele ihren Abschied feiern. Und das muss natürlich dementsprechend gewürdigt und besucht werden.

Dazu trafen wir uns in unserem Arbeitssaal im Haus nebenan. Ich verbreitete so feine Sachen, wie Ahoi Brause mit Wodka. Muss ja raus in die Welt.

Samstag standen wir dann relativ zeitig auf, um uns mit dem Zug auf nach Chenonceau zu machen. Das ist ein Schloss, das direkt auf dem Cher gebaut ist und auch als Schloss der Frauen bekannt ist. Seine berühmteste Bewohnerin war wohl Katharina von Medici. Auf jeden Fall war es eines der schönsten Schlösser, wenn nicht das schönste, was ich bis jetzt sah.


Abends hatte sich mein alter Mitbewohner Cédric angemeldet, den wir dann mit einer kleinen gemütlichen Fete empfangen.
Sonntag fuhr ich dann gleich früh mit Laura im Bus nach Azay-le-Rideau.

Ein anderes Schloss hier in der Nähe. Wenn wir was haben, dann sind das Schlösser. Das Örtchen dort war superklein und superniedlich.

Das Schloss hatten wir dann auch in einer halben Stunde gesehen. Als wir heimkamen hatte uns Jan le Tchèque freundlicherweise Abendbrot zubereitet. Was für ein Service.
Heute ist wieder Freitag, was bedeutet, dass wir heute wieder eine Tour de Tours machen und uns vom Bus durch die Gegend fahren lassen und mal sehen, was die kleinen Stadtviertel hier uns zu bieten haben.
Das bedeutet, dass ich die Loire heute schon wieder überqueren werde. Langsam wird es unheimlich. Heute ist sogar gutes Wetter, die Sonne lacht uns entgegen. Das kann bedeuten, dass wir vielleicht auch mal selbst über die Brücken gehen werden. Mal sehen.

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