Ich fand letzten Freitag ein Praktikum, welches mich bis Ende Juli an Tours bindet. Bis dahin werde ich alle meine Freunde noch zum Bahnhof begleiten können und Einem nach dem Anderen, zum Abschied winken und für jeden ein Paar Tränen vergießen.
Glücklicherweise wird mir das Schicksal, die Einzige ohne Abschiedskommando zu sein, erspart. Ich werde abgeholt. Jippie! Das bedeutet nicht nur, dass ich nicht in den Zug steigen muss, mit furchtbar vielen großen Koffern, die ich wohl möglich noch quer durch Paris chauffieren muss, nein: ich kann mir auch nach Herzenslust lustige Dinge zulegen, muss nicht immer drei Mal nachdenken, wie ich das dann Heim bekomme. Plus: ich kann mein Fahrrad mitnehmen. Das Gute wird Straßen sehen können, die einem nicht alle zwei Wochen die Innereien aufschneiden. Das wird sich bestimmt auch freuen.
Dieses Wochenende hatten wir seit Langem endlich mal wieder super Wetter. Das nutzten wir auch gleich ausgiebig.
Samstag verbrachte ich zwar zunächst weitgehend mit zwei Freundinnen aus der Uni, weil wir noch eine Arbeit fertig stellen mussten, danach war dann aber Freizeit angesagt. Es ging auf ein Jazzkonzert in einem Park, dass aus Anlass der grünen Woche oder so ähnlich, auch noch kostenlos war. Also ließen wir uns auf dem Rasen nieder, legten uns gemütlich in die Sonne und lauschten der Musik. Das ganze taten wir dann auch ohne Sonne, allerdings sitzend und nicht liegend. Nebenbei genossen wir noch ein paar Schlücke guten Wein. Kurz: wir ließen es uns so richtig gut gehen.
Sonntag weckte mich auch die Sonne, die mein Zimmer, obwohl es so ziemlich dem Norden zugewendet ist, unglaublich aufheizte. Also ging ich los und kaufte noch ein paar Zutaten für ein Tiramisu ein, das ich versprochen hatte, zu zu bereiten. Also fügte ich wie ein Weltmeister unglaublich fettige Zutaten zueinander und als ich dann damit fertig war, mich bereit machte ein bisschen in die Sonne zu gehen, zogen dicke Wolken auf. Immerhin, ich war schon mit Sonnencreme beschmiert, die ich mir gleich zulegte, nachdem ich Samstag Abend die ersten roten Sonnenopfer sah. Also schnappte ich mir nichts desto trotz meine Decke und legte mich zusammen mit Jan, den ich auf meinem Weg traf, unter die Wolken. Nach einer viertel Stunde vertrieben uns dann aber die ersten Regentropfen.
Abends waren wir bei Steffi eingeladen, die für 9 Leute feines Essen und eine Bowle gezaubert hatte. Dort machten wir uns es zunächst auf der Terrasse gemütlich und leerten die Bowle und dann die eine oder andere Flasche Wein.
Einer absolut eigenartigen Großfamilie ähnelnd, bestimmten wir auch gleich die Familienverhältnisse:
Maman et Papi

Die Gebrüder

Die Geschwister

Die Kinder

Die Familie

Mal davon abgesehen, dass Papi der Jüngste, die Zwillinge folgendermaßen aussehen: Einer blond, blauäugig; der Andere: schwarzhaarig, braunäugig; das letzte Mädchen wohl leicht daneben ging, sind wir doch ein witziger Haufen.
Pünktlich zum Wochenanfang wurde das Wetter wieder was schlechter. Aber wer braucht schon Gutes Wetter unter der Woche?

2 Kommentare:
ohhhhhhhh merde avec toi!!! je comprends rien dans ton blog, merde merde, je pouvais seulement regarder les photos fachismus!!!!!
Gros bisous
Laurita
hallihallo schwesterlein.
ganz liebe grüße aus dem taunus. fahren heute für 3 tage nach brüssel, und melde mich dann wieder bei dir.
schöne restwoche, dicken schmatz
Dein Schwesterlein & Bernibärchen
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